Restaurantempfehlung: Domstube in Geisenheim

Im August 2014 eröffnete die Familie Sauer in Geisenheim das Restaurant Domstube - hier der Artikel aus dem Wiesbadener Kurier zur Eröffnung:

Geisenheim, Bischof-Blum-Platz 2 - Tel. 06722/9376820

Öffnungszeiten:
Täglich von 12.00 bis 14.00 und ab 17.00 Uhr
Montag Ruhetag
Samstags ab 17.00 Uhr
Sonntags ab 12.00 Uhr durchgehend

GEISENHEIM - Das Zarenschnitzel werde auf jeden Fall wieder auf der Karte stehen, sagen Christian Sauer und seine Frau Irina. Das mit Tomaten, Zwiebeln und Käse überbackene Schnitzel war der Renner im „Burgkeller“, den die Familie fünf Jahre lang im Kinoblock betrieb. Am Samstag, 30. August, eröffnet sie mit den beiden Söhnen Vadims und Igors, die am Herd stehen, und deren Partnerinnen Alona und Anastasia die „Domstube“.

Das Restaurant im Domzentrum stand seit dem vergangenen September leer, nachdem Wolfgang Nerius, der es mehr als zwei Jahrzehnte lang führte, wegen Mietrückständen aufgeben musste. Irina Sauer, die aus Lettland stammt, bringt zwar Elemente der baltischen Küche mit auf die Karte, aber der Schwerpunkt soll „gutbürgerliche deutsche Küche“ sein.

Restaurant generalüberholt

Christian Sauer ist im Hauptberuf Maurerpolier, die Gaststätte managt seine Frau. In den vergangenen Wochen hat die Familie das Restaurant „generalüberholt“, die Stühle neu gepolstert, neue Lampen aufgehängt und die Kücheneinrichtung komplett ausgetauscht.

Die Interessenten für die Neuverpachtung standen nicht gerade Schlange. Auch die Sauers haben lange überlegt. Wie berichtet, wollten sie eigentlich mit der Gastronomie aufhören, sind aber von ihren Stammkunden im „Burgkeller“ gedrängt worden, im Domzentrum einzusteigen.

„Wenn wir neu wären in Geisenheim, hätten wir es nicht gemacht“, sagt Christian Sauer. Wer von außen komme, habe es sehr schwer, erinnert er sich an die ersten zwei Jahre im Burgkeller, die ein harter Kampf gewesen seien. Die Verbundenheit mit Geisenheim soll auch in historischen Fotos zum Ausdruck kommen, die an den Wänden der Gaststätte aufgehängt werden. Zu den ersten drei gehört eine Aufnahme, die den Rheingauer Dom und den Vorgängerbau des Domzentrums, das Hotel Germania, zeigt.

Wie im Burgkeller will Vadims auch wieder Sushi servieren. Dafür seien Gäste aus Wiesbaden und Taunusstein gekommen. Zur „Domstube“ gehören zwei Kegelbahnen und die Bewirtung im Germania-Saal, wobei Vereine und andere Veranstalter dabei nicht an die Gastronomie im Domzentrum gebunden sind. Mittags werden Menüs angeboten, auch Studenten gelten als Zielgruppe.

Dass die Gaststätte nach monatelangem Leerstand wieder öffnet, ist für Bürgermeister Frank Kilian ein „enorm wichtiger Schritt“ zur Wiederbelebung des Domzentrums, das 1987 eingeweiht wurde. Er hofft, dass dadurch die anderen leerstehenden Gewerbeflächen wieder vermietet werden können. Viele Geisenheimer vermissen nach wie vor den Verbrauchermarkt im Untergeschoss. Der frühere Rewe-Markt galt als „Frequenzbringer“ für Domzentrum und Innenstadt, wurde aber Ende 2010 mit dem Argument geschlossen, er trage sich wirtschaftlich nicht mehr. Rewe hatte sich auch um den Standort Platz der Deutschen Einheit beworben, wo dann Edeka zum Zug kam. Die Edeka-Handelsgruppe, die bis Mitte Januar 2013 einen „Treff 3000“ im Domzentrum betrieb, begründete die Schließung dann ebenfalls damit, dass die Kundenfrequenz zu niedrig gewesen sei.

 

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